Alle Jahre wieder – Die guten Vorsätze

vorsätze lebensflüsterin claudia Bäumer

Die guten Vorsätze für das neue Jahr

Alle Jahre wieder, pünktlich zu Silvester oder Neujahr, ist es soweit: Wir wollen unsere guten Vorsätze anpacken und umsetzen. Die meisten von uns halten hoch motiviert, in der ersten Januarwoche ihren Guten-Vorsatz-Plan noch ein. Ab der zweiten Januarwoche schwindet oft die Motivation und bis Ende Februar sind die guten Vorsätze dann vergessen. Man ist wieder im alten Trott, findet Entschuldigungen warum es diesmal (wieder) nicht geklappt hat und verschiebt den guten Vorsatz auf das nächste Jahr… Weiterlesen

Advertisements

Dankbarkeit – Powerstrategien für gute Gefühle

Dankbarkeit - Lebensduft.net / Claudia Bäumer

Wann waren Sie das letzte Mal dankbar?

Müssen Sie bei dieser Frage überlegen oder können Sie sie spontan beantworten?
Im Trubel unserer hektischen Gesellschaft, ist etwas ganz wesentliches verloren
gegangen: Dankbarkeit. Aufrichte Dankbarkeit über die großen und kleinen
Wunder des Lebens, über  so manche Gefälligkeit oder kostbare Momente.
Vieles wird als selbstverständlich vorausgesetzt.

Nichts ist selbstverständlich!

Sind Sie dankbar dafür, dass Sie gesund sind, laufen und lachen können, dass Sie
sehen, schmecken und riechen können, dass Sie ohne fremde Hilfe essen können und überhaupt etwas zu Essen haben? Die Liste der Selbstverständlichkeiten, ließe sich endlos fortsetzen… Erkennen Sie, wie reich Sie sind und aus wie vielen
Geschenken Ihr Tag besteht?

Tatsache ist, dass wir vieles aus unserem alltäglichen Leben, als selbstverständlich betrachten. Gleiches gilt für die Menschen um uns herum. Wir sollten sie nie als selbstverständlich hinnehmen. Dankbarkeit betrifft alle unsere Lebensbereiche,
jedes Lebensalter, egal ob Mann oder Frau, alle Berufe, Kulturen und Religionen.

Oft wird uns erst schmerzlich bewusst was wir an einer „Selbstverständlichkeit“
hatten, wenn sie nicht mehr da ist. Das kann den Lebenspartner betreffen, Eltern, Kinder oder andere Menschen in unserem Umfeld, die Freundschaft, die Gesundheit, der Arbeitsplatz und so weiter und so fort.

Dankbarkeit – Powerstrategien für gute Gefühle

Vielleicht fragen Sie sich, was Dankbarkeit mit einem guten Gefühl gemein hat.  Dankbarkeit ist ein gelebtes Lebensgefühl, dass glücklich macht.
Ein Mensch, der alles als selbstverständlich hinnimmt, kann für die großen und kleinen Momente im Leben, kaum mehr dankbar sein. Er wartet auf das große Glück und hofft, dass es ihm widerfährt. Vielleicht wartet er sogar täglich auf das große Glück…
Ist es nicht sehr frustrierend und anstrengend, tagein und tagaus auf das ganz
große Glück zu warten und zu hoffen?  Oder ist unser Leben nicht wesentlich
entspannter und erfüllter, wenn wir für noch so unscheinbare Dinge, Personen,
Umstände und Alltägliches dankbar sind? Und das, weil bzw. obwohl es einfach zu unserem alltäglichen Leben dazugehört?

Wer alles als selbstverständlich hinnimmt, dem kann natürlich viel Glück
widerfahren. Doch wird diesem Glück nicht dieselbe Freude entspringen wie bei dem Menschen, der sich dankbar zeigt, für die kleinen und großen Momente des
Lebens. Dankbarkeit lässt sich immer im Leben zeigen. Sogar täglich. Und das nicht nur zu Muttertag und Weihnachten, oder an Geburtstagen. Es ist nicht schwer
etwas zu finden, wofür man dankbar sein kann, selbst in schwierigen Zeiten oder nach einer erlebten Enttäuschung.

Wer dankbar ist und den Wert für Taten, Dinge und Menschen erkennt und nicht nur ihren Preis, hat auch mehr Freude an neuen Dingen, die geschehen. 

Powerstrategien – So können Sie Dankbarkeit ausleben
  • Dankbarkeit hat einen Dominoeffekt. Wenn Sie sich bei anderen Menschen dankbar zeigen oder aus vollem Herzen „Danke“ sagen, machen Sie sich selbst und andere glücklicher.
  • Positives Wohlbefinden. Denken Sie täglich an Dinge, Personen, Taten,
    Erinnerungen etc. wofür Sie dankbar sind.
  • Motivationsschub. Machen Sie sich morgens nach dem Aufstehen bewusst, dass Sie dankbar sind und die Möglichkeit haben, den neuen Tag gut zu
    nutzen. Abends können Sie noch einmal kurz darüber nachdenken, wofür Sie am heutigen Tag dankbar sein durften.
  • Wertschätzung. Wenn Ihnen durch einen Menschen Gutes wiederfahren ist, dann teilen Sie ihm Ihr Danke persönlich mit. Am besten wirklich „Auge in
    Auge“ und nicht am Telefon oder per SMS etc.
  • …oder wenn Sie den Menschen besser kennen, sogar eine „Dankbarkeits-Umarmung“, das hebt die gute Stimmung oft noch mehr – Auf beiden Seiten.
  • Glücksgefühl vermehren. Zeigen Sie öffentlich Ihre Dankbarkeit für
    Personen oder für positive Dinge. Das gibt Glücksgefühl für alle Beteiligten.
  • Extra Wohlfühlschub. Tun Sie aus Dankbarkeit – und ohne die Erwartung
    etwas zurück zu bekommen – jemandem einen kleinen Gefallen. Das kann sehr erfüllend sein.
  • Die Königsdisziplin: Seien Sie auch dankbar für negative Ereignisse und
    Probleme. Denn oft resultieren daraus Geduld, Lösungsstrategien,
    Verständnis, Stärke oder einfach nur Besinnung auf das Wesentliche.

Seien Sie nicht entmutigt oder enttäuscht, wenn Ihnen die Umsetzung der Powerstrategien nicht direkt gelingt. Denn wie bei vielen anderen Dingen ist es auch hier so, dass Übung den Meister macht. Bleiben Sie am Ball und leben Sie regelmäßig (am besten täglich) aktiv Dankbarkeit.

Und Sie?

Sind Sie dankbar für die großen und kleinen Momente im Leben, für die Menschen in Ihrem Umfeld? Erfahren Sie Dankbarkeit oder sind Sie selbstverständlich?
Ich freue mich über Ihre persönlichen Erfahrungen und Ihren Umgang mit
Dankbarkeit. Schreiben Sie mir Ihr Feedback!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und gutes Gelingen, Ihre Dankbarkeit auszuleben!

P.S.: Ich möchte Ihnen Danke sagen für die Zeit, die Sie mit dem Lesen des Beitrags aufgewendet haben und für die Zeit, die Sie auf meiner Webseite/Blog verbringen.

Dankbare Grüße, Ihre Claudia Bäumer

Alle Jahre wieder – Die guten Vorsätze

Alle Jahre wieder - Die guten Vorsätze

Alle Jahre wieder – Die guten Vorsätze

Die guten Vorsätze für das neue Jahr

Alle Jahre wieder, pünktlich zu Silvester oder Neujahr, ist es soweit: Wir wollen unsere guten Vorsätze anpacken und umsetzen. Die meisten von uns halten hoch motiviert, in der ersten Januarwoche ihren Guten-Vorsatz-Plan noch ein. Ab der zweiten Januarwoche schwindet oft die Motivation und bis Ende Februar sind die guten Vorsätze dann vergessen. Man ist wieder im alten Trott, findet Entschuldigungen warum es diesmal (wieder) nicht geklappt hat und verschiebt den guten Vorsatz auf das nächste Jahr…

Warum funktionieren gute Vorsätze nicht?

Ein mexikanisches Sprichwort sagt:

„Der gute Vorsatz ist ein Gaul, der oft gesattelt, aber selten geritten wird.“

Einen guten Vorsatz zu haben und anzupacken, ist grundsätzlich positiv und spornt uns an. Ob es der Vorsatz ist mehr Sport zu treiben, weniger Kaffee zu trinken, mit dem Rauchen aufzuhören… Man hat sich ein Ziel gesetzt und will es erreichen. Die einen setzen ihre Vorsätze erfolgreich um, andere wiederrum scheitern.

Alte Gewohnheiten vs. neue Gewohnheiten

Einen guten Vorsatz umzusetzen heißt nichts anderes, als eine unerwünschte Gewohnheit abzulegen und eine erwünschte Gewohnheit zu etablieren. Damit wir alte Gewohnheiten ablegen können, ist es hilfreich zu wissen, wie unsere Gewohnheiten überhaupt funktionieren und wie sie sich bilden. Dann können wir Gewohnheiten auch ändern.

Wenn Sie also dieses Jahr unliebsame Gewohnheiten endgültig ablegen möchten, dann sind die folgenden Beiträge aus meiner Gewohnheiten-Serie vielleicht ganz interessant für Sie:

Es will einfach nicht klappen, unliebsame Gewohnheiten abzulegen?

Trotz aller Bemühungen, mit viel gutem Willen und Durchhaltevermögen will es einfach nicht klappen, dass Sie Ihre ungeliebten Gewohnheiten ablegen? Vermutlich haben sich Ihre ungeliebten Gewohnheiten, als blockierende Gedankenmuster und störrische Verhaltensweisen so sehr in Ihrem Leben gefestigt, dass sie eine Veränderung auf „herkömmlichen“ Weg verhindern.

Doch kein Grund zur Sorge, denn es kann Ihnen geholfen werden. Hinderliche Denkweisen oder blockierende Verhaltensmuster sitzen oft ganz fest in unserem Unterbewusstsein und beeinflussen unser Handeln und Tun, quasi unser ganzes Leben. Das ist auch der Grund, warum viele Menschen früher oder später daran scheitern, ihre alten Gewohnheiten abzulegen und sich ein neues Verhalten anzugewöhnen.

Versuchen Sie es doch mal hypnotisch!

Hypnose ist eine wirksame und hocheffektive Methode, um Menschen dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen, hinderliche Denkweisen zu lösen und durch erwünschte Verhaltensmuster zu ersetzen.

Hypnose ermöglicht es den Menschen „ganz bei sich zu sein“ und den Blick nach innen zu richten. Dabei stellt sich ein sehr rascher Erfolg ein, weil das Unterbewusstsein in den Veränderungsprozess einbezogen wird.
Hypnose gilt allgemein als sanfte und effektive Methode, sich die unerschöpfliche Kraft des Unterbewusstseins zu Nutzen zu machen, um persönliche Ziele zu erreichen oder Veränderungen herbeizuführen.

notizMein Tipp: Wenn Sie sich dazu entschließen, mithilfe einer Hypnose Ihre ungeliebten Gewohnheiten abzulegen, dann begeben Sie sich in die Hände eines seriösen Hypnose-Coach oder Hypnotiseurs.
Ein seriöser Hypnotiseur wird beispielsweise ein ausführliches Vorgespräch mit Ihnen führen um Ihre persönlichen Ziele, Wünsche und Erwartungen zu besprechen und Ihnen die Vorgehensweise der Hypnose sowie die verwendeten Suggestionen besprechen. Auch wird Sie ein seriöser Hypnotiseur darauf hinweisen, dass bei bestimmten „Problemen“, wie beispielsweise bei der Raucherentwöhnung oder bei einer Gewichtsreduktion, unter Umständen mehr als eine Hypnosesitzung erforderlich sind. Und letztendlich muss die Chemie stimmen. Wenn Sie während dem Vorgespräch merken, dass Sie keinen Draht zu „Ihrem“ Hypnotiseur aufbauen können, dann suchen Sie sich einen anderen Hypnotiseur oder Hypnose-Coach!

Das kann ich für Sie tun

Als Hypnose-Coach kann ich Sie dabei unterstützen, Ihre persönlichen Ziele zu erreichen.
In einem vertraulichen und ausführlichen Vorgespräch besprechen wir gemeinsam Ihre Erwartungen und Wünsche und stimmen die weitere Vorgehensweise gemeinsam ab.
Weil mir gegenseitiges Vertrauen sehr wichtig ist, biete ich Ihnen das erste Vorgespräch
(ca. 20 Minuten) unverbindlich an, um mich und meine Methode kennenzulernen.
Danach können Sie frei entscheiden, ob Sie die Zusammenarbeit gerne weiterführen möchten. Sollte etwas nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, haben Sie die Möglichkeit, ohne Kosten und Angaben von Gründen, von der Fortführung der Hypnosesitzung abzusehen. Ansonsten freue ich mich, Sie unterstützen zu dürfen.

Hierbei kann ich Sie mit Hypnose unterstützen:

  • Gewichtsreduzierung
  • Raucherentwöhnung
  • Blockadenlösung
  • Heilung des inneren Kindes
  • Schattenintegration
  • Traumata Aufarbeitung (Trauerbewältigung, Schicksalsschläge, Missbrauch – jedoch nicht bei psychischen und krankhaften Problemen)
  • Reiki in Kombination mit Hypnose
  • Hilfe bei Schüchternheit, Unsicherheit
  • Steigerung des Selbstbewusstseins
  • Hilfe bei mangelndem Selbstvertrauen
  • Hilfe bei Stottern
  • Wege zur Stressbewältigung
  • Entspannung
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Glücklichere Beziehungen leben
  • Liebeskummer überwinden
  • Hilfe bei nicht krankhaft bedingten Ängsten (Prüfungsunsicherheit, Flugunsicherheit, Unwohlsein bei freiem Reden, Unwohlsein beim Zahnarzt, Unsicherheit vor Spritzen)
  • Reinkarnation / Rückführung
  • Hilfe bei Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Motivation / Leistungssteigerung

Haben Sie Fragen zur Hypnose? Scheuen Sie sich nicht und kontaktieren Sie mich gerne telefonisch oder per E-Mail.

  • Telefon: 04946 / 9169805
  • E-Mail: info@in-balance-leben.net

Die Kosten für Hypnosesitzungen bei mir, sowie weitere Informationen, können Sie HIER nachlesen.

Ich freue mich, Sie bald kennenzulernen!
Herzlichst, Ihre Claudia Bäumer

 

Gewohnheiten Teil 2 – So ändern Sie unliebsame Gewohnheiten!

Gewohnheiten ändern

Möchten Sie alten Gewohnheiten nachgehen, oder neue Ziele in Angriff nehmen?

Im Teil 1 des Beitrages ging es darum, warum wir unliebsame Gewohnheiten nicht so einfach loswerden. In diesem Beitrag gebe ich Ihnen nun konkrete und hilfreiche Vorschläge, wie Sie Ihre unliebsamen Gewohnheiten loswerden können. Viele Wege führen nach Rom und so ist es auch hier: Es gibt verschiedene Wege, seine schlechten Gewohnheiten abzulegen.
Die Vorschläge die ich Ihnen in diesem Beitrag unterbreite, haben sich bei meinen Klienten im Coaching als hilfreich bewährt.

Vielleicht haben Sie sich ja schon – wie im Teil 1 vorgeschlagen – die Zeit zum Nachdenken genommen und für sich herausgefunden, welche unliebsamen Gewohnheiten Sie loswerden möchten. Falls nicht, können Sie dies noch nachholen. Hier geht es zum Teil 1 des Beitrages.

Es hilft Ihnen natürlich nicht weiter, wenn Sie lediglich Ihre unliebsamen Gewohnheiten und Marotten kennen. Deshalb geht es jetzt daran, diese abzulegen und zu ändern.

Sein Verhalten zu ändern, ist ein Prozess, der sich über Jahre hinweg ziehen kann und vielleicht benötigen Sie hierfür professionelle Unterstützung. Nehmen Sie deshalb meine Vorschläge als Anregung, wohin Sie die Reise der Veränderung führen kann.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Und das ist einer der Hauptgründe, warum wir Gewohnheiten nicht so einfach ändern oder ablegen können. Denn was sich einmal als Gewohnheit fest in unser Gehirn eingebrannt hat, lässt sich oft gar nicht so einfach wieder ändern. Auch wenn wir es noch so sehr wollen.
Ein Großteil unseres Verhaltens läuft unbewusst ab und wird gesteuert durch Gewohnheiten, Marotten und Routinen. Die Abläufe des Autofahrens sind immer dieselben, genauso wie das tägliche Zähneputzen. Gewohnheiten prägen uns und vereinfachen unser alltägliches Leben. Unliebsame Gewohnheiten jedoch, können uns das Leben auch schwer machen.

Im ersten Teil des Beitrages habe ich bereits beschrieben, wie Gewohnheiten überhaupt funktionieren und entstehen. Eine Gewohnheit, egal ob gut oder schlecht, besteht aus einem auslösenden Reiz und einem zu stillenden Verlangen.

Will man nun eine Gewohnheit ändern oder ablegen, muss man genau analysieren, in welchen Situationen man die Gewohnheit einsetzt und welches Verlangen man damit stillen möchte. Somit hat man ein Grundgerüst an der Hand, um sein Verhalten zu ändern und sein Verlangen zu hinterfragen.

Gewohnheiten ändern in 10 Schritten

Gewohnheiten können Sie Schritt für Schritt ändern.

Gewohnheiten effektiv in 10 Schritten ändern

Gewohnheiten zu ändern, ist gar nicht so einfach, aber machbar. Die folgenden 10 Schritte sind ein Vorschlag, wie Sie Ihre alten Gewohnheiten in neue Gewohnheiten, effektiv und nachhaltig ändern können.

Schritt 1: Werden Sie aktiv!

Dies ist der wichtigste, und wahrscheinlich auch der schwierigste Schritt. Denn kaum jemand will sich freiwillig ändern. Zu sehr hängen wir an unseren Gewohnheiten, besonders dann, wenn sie unser Leben angenehmer machen. Um es nochmal zu verdeutlichen: Es geht hier nicht um die Gewohnheiten, die uns das Leben erleichtern und auf die wir angewiesen sind (Beispiel: Autofahren, Zähneputzen). Vielmehr geht es um die Gewohnheiten, die uns zwar einerseits (scheinbar) das Leben vereinfachen, andererseits uns aber nicht gut tun.

Ein Beispiel hierfür ist das übermäßige Kaffeetrinken, wenn man sich müde fühlt oder das Naschen von Schokolade nach stressigen Momenten, um sich selbst damit Entspannung zu suggerieren. Wir werden durch das im Kaffee enthaltende Koffein zwar im ersten Moment einen Energieschub wahrnehmen, langfristig gesehen, steigt jedoch unser Blutdruck, die Magenschleimhäute werden gereizt etc. Genauso verhält es sich beim übermäßigen Verzehr von Schokolade. Zwar enthält Kakao erwiesenermaßen Glückshormone und wirkt sich positiv auf unsere Stresshormone aus. Langfristig gesehen, führt der übermäßige Genuss des „Seelentrösters“ jedoch zu Übergewicht und schadet der Gesundheit.

Wenn es also Gewohnheiten gibt, die Sie gerne ändern oder loswerden möchten, dann werden Sie aktiv, denn manchmal müssen Veränderungen einfach sein. Dann ist es besser die Notwendigkeit einzusehen und sie zu wollen, als dazu gezwungen zu werden. Wenn Sie selbst aktiv werden, dann sind Sie einfach motivierter.

Schritt 2: Benennen Sie Ihre Gewohnheiten!

Überlegen Sie, welche Gewohnheiten Sie gerne ablegen wollen und schreiben Sie sie auf. Beobachten Sie sich hierfür ruhig ein paar Tage lang und fragen Sie auch eine vertraute Person, nach unliebsamen Gewohnheiten an Ihnen. Der Vorteil des Aufschreibens ist, dass Sie Ihren unliebsamen Gewohnheiten einen Namen gegeben haben und eine Übersicht darüber erhalten, was Sie alles ändern oder ablegen möchten.

Im ersten Teil habe ich bereits einige Vorschläge gegeben, wie Sie Ihre Gewohnheiten erkennen und benennen können, beispielsweise mit einer unliebsamen Gewohnheiten Liste. Falls Sie Ihre Liste noch nicht erstellt haben, können Sie das noch nachholen. Hier geht es zum Beitrag des ersten Teiles.

Schritt 3: Schlechte Gewohnheiten verstehen!

Weil fast jede Gewohnheit mehrere Seiten hat, ist es bei der Veränderung von Gewohnheiten hilfreich, dass Sie sich diese vor Augen halten. Fragen Sie sich deshalb:

  • Was ist der Vorteil der ungeliebten Gewohnheit, die ich ablegen will?
  • Welchen Gewinn bringt mir diese Gewohnheit?
  • Welche positiven Gefühle habe ich, wenn ich dieser Gewohnheit nachgehe?

Und dann fragen Sie sich:

  • Was könnte oder was würde ich gewinnen, wenn ich meine lästige Gewohnheit aufgebe?

Falls Sie zu dem Entschluss kommen, dass Sie die ungeliebte Gewohnheit doch nicht aufgeben möchten, dann machen Sie sich durch eine Selbstreflexion wenigstens keine Schuldgefühle und verurteilen sich nicht dafür, dass Sie willensschwach wären.

Wenn Sie weiterhin daran festhalten möchten, Ihre Gewohnheit loszuwerden, gilt: Je besser Sie den Sinn, den Zweck und die Herkunft Ihrer Gewohnheit kennen, desto größer ist die Chance, sie zu ändern.

Schritt 4: Gewohnheiten verändern!

Wenn Sie eine unliebsame Gewohnheit ablegen wollen, müssen Sie diese verändern.
Bei der Durchführung von Schritt 3 haben Sie Ihre lästige Gewohnheit genau unter die Lupe genommen und wissen nun, warum und in welchen Situationen Sie sie anwenden. Nun geht es darum, durch Veränderung eine neue, bessere Gewohnheit entstehen zu lassen.

Benötigen Sie beispielsweise einen Energieschub, dann könnten Sie für ein paar Minuten an die frische Luft gehen und ein paar Mal tief durchatmen, um frischen Sauerstoff zu „tanken“. Sie könnten jedoch auch Ihre momentane Tätigkeit ruhen lassen und sich für einen Augenblick – schlafend oder sitzend – ausruhen. Wenn Sie danach immer noch einen Energieschub brauchen, dann sind Sie wahrscheinlich wirklich müde und eine ordentliche Mütze Schlaf wäre die sinnvolle Alternative.

Oder ein anderes Beispiel: Sie möchten abends den Krimi im Fernsehen anschauen und bewaffnen sich mit einer Tüte Chips. Und weil Sie dank Schritt 3 wissen, dass es nicht bei einer Handvoll Chips bleiben wird, sondern Sie die ganze Tüte vernichten werden, gibt es auch hier mehrere Möglichkeiten für Sie. Greifen Sie beispielsweise zu den Chips, weil Sie damit das Gefühl der Gemütlichkeit verbinden, könnten Sie eine Kerze auf dem Wohnzimmertisch anzünden oder das helle Licht im Zimmer verändern. Müssen Sie generell beim Fernsehen etwas naschen, dann gibt es bestimmt weitaus gesündere Alternativen, als eine Tüte Chips. Ist das abendliche Naschen eine Art „Feierabend-Ritual“ geworden, könnten Sie beispielsweise Ihren wohlverdienten Feierabend mit einem entspannten Bad oder einem kleinen Spaziergang einläuten.

Anhand der Beispiele sehen Sie, dass sich eine schlechte Gewohnheit, in den Fällen durch eine gute Gewohnheit ersetzen lässt.

Schrtt 5: Gehen Sie eine Verpflichtung mit sich selbst ein!

Veränderungen generell, lassen sich nur herbeiführen, wenn Sie das auch wirklich wollen. Treffen Sie deshalb für sich eine eindeutige Entscheidung und gehen Sie eine Verpflichtung mit sich selbst ein. Sagen Sie sich beispielsweise: „Ja, ich will weniger Kaffee trinken um gesünder zu leben!“

Schritt 6: Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor!

Viele kennen das von Silvester oder Neujahr: Es soll alles Mögliche im Leben geändert werden und das am besten sofort. Doch Hand auf´s Herz: Das ist nicht nur unmenschlich, sondern auch unrealistisch.

Picken Sie sich besser eine Gewohnheit aus Ihrer unliebsamen Gewohnheiten Liste, die Sie ohne viel Mühe ändern können, oder deren Veränderung Ihnen am meisten am Herzen liegt. Und dann gehen Sie sie an.
Handelt es sich dabei um eine unliebsame Gewohnheit, wofür Sie mehr Zeit benötigen, dann könnten Sie beispielsweise einen Jahres-Plan erstellen und schrittweise die nötigen Veränderungen vornehmen. Gehen Sie aber konkret immer eine Sache an und dann die nächste.

Schritt 7: Verankern Sie die neue Gewohnheit!

Wir hatten es schon: Man kann Gewohnheiten nicht so einfach loswerden. Und deshalb ist es wichtig, dass die neue Gewohnheit in Ihr Leben verankert wird. Sie werden sich vielleicht eine neue Abfolge von Handlungen aneignen müssen und eine gewisse Routine entwickeln müssen, damit die neue Gewohnheit, Stück für Stück die alte Gewohnheit ersetzt. Und das solange, bis Sie die alte Gewohnheit „vergessen“ haben und ausschließlich nach der neuen Gewohnheit handeln oder denken.

Hilfreich könnte es für die Verankerung sein, wenn Sie irgendetwas Schönes mit der neuen Gewohnheit verknüpfen, so dass Sie Spaß haben dranzubleiben. Vielleicht hilft es Ihnen auch, wenn Ihnen eine vertraute Person auf die Finger schaut, ob Sie die neue Gewohnheit auch wirklich einhalten. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf!

Schritt 9: Üben, üben, üben!

Sie wissen ja: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Nur lesen und nicken reicht nicht, um Ihre neuen Gewohnheiten zu festigen. Üben Sie deshalb Ihr neues Verhalten und Ihre neue Gewohnheit immer wieder geduldig.

Gewöhnen Sie sich am besten an eine bestimmte Regelmäßigkeit. Denn je regelmäßiger Sie etwas tun, desto geringer ist der Anfangswiderstand. Statt sich also ab und zu aufzuraffen, um eine Runde durch den Wald zu laufen, würde es Ihnen viel schneller in Fleisch und Blut übergehen, wenn Sie sich regelmäßig die Laufschuhe anziehen. Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie Ihren inneren strengen Lehrer einfach gegen den Kontrolleur in Ihnen eintauschen?

Schritt 10: Belohnen Sie sich!

Und zu guter Letzt: Feiern Sie sich selbst und belohnen Sie Ihren Erfolg! Sie haben eine Woche lang, abends keine Chips vor dem Fernseher gegessen (und auch nicht gegen was anderes ungesundes eingetauscht)? Wunderbar!  Sie haben erkannt, dass Ihnen Schokolade lediglich Übergewicht und ein schlechtes Gewissen beschert und entspannen nun bei einem wohltuenden Schaumbad? Klasse! Und Sie schaffen es nun, sich nicht mit einer Tasse Kaffee synthetisch aufzuputschen, sondern gönnen sich eine kleine Ruhepause? Sie können stolz auf sich sein!

Belohnen Sie Ihren Erfolg mit etwas, was Ihnen gefällt und gut tut. Vielleicht haben Sie durch die Veränderungen sogar ein bisschen an Gewicht verloren oder gar Geld gespart? Tun Sie, was Ihnen Spaß bereitet! Sie haben es sich redlich verdient!

Auf geht`s, zur nächsten Gewohnheit, die Sie verändern oder ablegen wollen ;-).
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Spaß dabei!

♥ lichst, Ihre Claudia Bäumer

 

Gewohnheiten Teil 1 – Warum wir unliebsame Gewohnheiten nicht so einfach loswerden

gewohnheiten02

Wir kennen das alle: Wieder Mal zu lange am Computer gesessen, wieder zu viel Kaffee getrunken, die dreckigen Schuhe wieder mal nicht an der Wohnungstüre ausgezogen…
Geht es Ihnen ähnlich? Viele von uns haben ungeliebte Gewohnheiten, die wir am liebsten loswerden möchten. Doch egal wie wir uns auch bemühen, die unliebsame Gewohnheit abzulegen, wir fallen immer wieder in den alten Trott zurück.

Dabei ist es meistens gar keine böse Absicht von uns, dass wir immer wieder in die Falle der unliebsamen Gewohnheiten tappen. Gewohnheiten sind Routinen, die zu uns und zu unserem Leben gehören und sich leider nicht so einfach ablegen lassen.

Im Wissens-Quickie Woher kommen unsere Gewohnheiten ging es um die Frage, was Gewohnheiten sind und wie sie überhaupt entstehen. In diesem Beitrag geht es nun darum, warum wir unliebsame Gewohnheiten nicht so einfach loswerden können.
Im Teil 2, den ich in Kürze veröffentliche, gebe ich Ihnen hilfreiche und konkrete Vorschläge, wie Sie Ihre ungeliebten Gewohnheiten loswerden können.

Gewohnheiten prägen uns

Gewohnheiten gehören zu uns und prägen uns. Und manchmal sind es auch nur winzige Kleinigkeiten, ohne die das Leben einfacher wäre. Zum Beispiel, dass man morgens den Wecker dreimal auf Schlummermodus stellt bevor man endgültig aufsteht, und sich dann mächtig beeilen muss, um pünktlich zur Arbeit oder zur Schule zu kommen. Oder eine andere, vermutlich weit verbreitete Gewohnheit ist es, dass einige Menschen nicht mit geradem Rücken sitzen, sondern in der ungesunden, nach vorn gebeugten Haltung.
Ich gehöre leider auch dazu.

Viele Menschen versuchen sich ihre schlechten Gewohnheiten abzugewöhnen und stellen fest, dass das gar nicht so einfach ist. Um zu verstehen, warum man eine schlechte Gewohnheit nicht so einfach ablegen kann, müssen wir wissen, wie und warum Gewohnheiten überhaupt funktionieren.

Wie funktionieren Gewohnheiten?

In vielen Fällen sind Gewohnheiten ja unheimlich praktisch, besonders wenn es um alltägliche Gewohnheiten geht. Stellen Sie sich nur mal vor, Sie müssten beim Autofahren, vor jedem einzelnen Schritt überlegen. Schulterblick, blinken, kuppeln, Gang wechseln. Oder Sie müssten die einzelnen Schritte des Zähneputzens überlegen… Das wäre nicht nur unheimlich nervig, sondern auch ziemlich anstrengend. Deshalb sind gewisse alltägliche Gewohnheiten nicht nur sinnvoll, sondern wir sind froh darüber, weil sie uns das Leben enorm erleichtern.

Wenn wir verstehen wollen wie wir Gewohnheiten verändern können, müssen wir zunächst etwas mehr darüber wissen, wie das mit unserem gewohnheitsmäßigen Handeln und Tun eigentlich funktioniert.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es in unserem Gehirn einen Bereich gibt
(die sogenannten Basalganglien), in dem unsere Gewohnheiten abgespeichert werden.
Und genau dieser Bereich in unserem Gehirn ist dabei behilflich, dass wir bei gewohnheitsmäßigen Handlungen, nicht jeden einzelnen Schritt überlegen müssen, bevor wir ihn ausführen. Beispielsweise wie wir die Zahnbürste halten müssen oder wie wir vorgehen müssen, um die Geschwindigkeit beim Autofahren zu beschleunigen. So gesehen sind die Basalganglien, also eine unheimlich praktische Einrichtung in unserem Gehirn.

Jedoch gibt es auch eine weniger praktische Seite der Basalganglien. Diese kommt dann zum Vorschein, wenn wir unsere Gewohnheiten ändern wollen. Das Problem ist nämlich, dass wir keinen direkten Zugriff auf die Basalganglien haben, weil dieser Bereich in unserem Gehirn, für unseren bewussten Willen nur sehr schwer zugänglich ist. Das heißt, wenn eine Gewohnheit erst einmal in Gang gesetzt ist, wir uns unheimlich darauf konzentrieren müssen, diese Gewohnheit zu ändern. Ein Beispiel hierfür ist das Zähneputzen. Wenn wir aufgrund einer wunden Stelle im Mund, die Zähne anders putzen wollen als gewohnt, müssen wir uns darauf konzentrieren, dass wir nicht doch mit der Zahnbürste über den wunden Bereich putzen.

Wenn es um Gewohnheiten geht, dann haben die Basalganglien das Kommando.
Wir erinnern uns: Die Basalganglien sind jener Bereich in unserem Gehirn, indem unsere Gewohnheiten abgespeichert werden. Erhalten die Basalganglien einen bestimmten Auslösereiz, dann reagieren sie und setzen automatisch eine gewohnheitsmäßige Handlung in Gang. So kann beispielsweise der Griff zur Zahnbürste der auslösende Reiz sein, dass wir Zahncreme auf die Zahnbürste geben. Oder der Anblick einer Zigarettenschachtel, kann der Auslöser für das Rauchen sein. Auch der Anblick der leeren Wohnung, wenn wir abends nach Hause kommen, kann auslösen, dass wir den Computer einschalten und stundenlang davor sitzen. An diesen Beispielen wird deutlich, dass bereits ein kleiner Auslösereiz ausreicht, um eine gewohnheitsmäßige Handlung – nämlich unsere Gewohnheit – in Gang zu setzen.

Jedoch ist nicht nur der Auslösereiz alleine, für unser gewohnheitsmäßiges Handeln verantwortlich. Hinzu kommt nämlich noch, dass wir jedes Mal wenn wir eine gewohnheitsmäßige Handlung ausführen, ein bestimmtes Verlangen damit stillen. Beispielsweise kann das Rauchen einer Zigarette, das Verlangen nach Entspannung stillen. Oder wenn wir am Computer sitzen, wir uns nicht mehr alleine fühlen. Die Routine einer Gewohnheit, ist also immer eingebettet zwischen Auslöser und Verlangen.

Unsere Gewohnheiten sind erlernt

Irgendwann haben wir gelernt, wodurch eine Gewohnheit ausgelöst wird und welches Verlangen wir mit der Ausführung stillen. Vielleicht haben wir Arbeitskollegen, die das Rauchen einer Zigarette, als Anlass für eine Pause nehmen. Oder wir haben uns mal alleine gefühlt und am Computer gemerkt, dass wir uns beim Surfen im Internet weniger einsam fühlen.

Wenn wir nun dieses Verhalten öfters wiederholen, dann wird es zur Gewohnheit.
Alleine schon der auslösende Reiz und das gestillte Verlangen reichen dann aus, um die Gewohnheit fast zwangsläufig in Gang zu setzen. Und weil wir nicht bewusst auf die gewohnten Handlungen in den Basalganglien zugreifen können, erklärt es auch, warum wir unsere Gewohnheiten so schlecht ablegen können.

Wir wissen also jetzt, woher unsere Gewohnheiten stammen und wie bzw. WARUM sie überhaupt funktionieren. Vermutlich hätten Sie diesen Beitrag nicht bis hierher gelesen, wenn Sie nicht auch die Frage interessieren würde, wie Sie unliebsame Gewohnheiten denn nun loswerden können. Deshalb klären wir jetzt die Frage:

Wie können wir Gewohnheiten wieder loswerden?

Wenn wir alte Gewohnheiten loswerden wollen, funktioniert das am besten, wenn wir sie mit neuen Gewohnheiten überlagern. Dazu müssen wir zum einen ein neues Verhalten mit dem auslösenden Reiz verknüpfen. Zum anderen muss das Verlangen möglichst gut erfüllt werden, dass bislang mit der alten Gewohnheit befriedigt wurde. Beispielsweise könnte man einen Freund anrufen, statt sich an den Computer zu setzen, wenn man sich alleine fühlt. Oder wenn man unter Volldampf steht und sich nach Entspannung sehnt, könnte man besser eine Runde laufen gehen, statt sich eine Zigarette anzuzünden. Ist doch ganz einfach. Oder?

Nein, so einfach ist das leider nicht. Denn wenn es theoretisch ja so einfach ist, alte Gewohnheiten durch neue Handlungen zu ersetzen, dann hätten wir praktisch gesehen,
ja alle keine unliebsamen Gewohnheiten mehr. Richtig?

Leider nein. Denn realistisch gesehen ist es leider so, dass die meisten von uns schon erlebt haben, dass sich Gewohnheiten eben nicht so einfach ändern lassen. Es ist eben nicht so einfach, den Computer links liegenzulassen und stattdessen einen Freund anzurufen. Und es lässt sich vermutlich auch einfacher eine Zigarette anzünden, statt die Laufschuhe anzuziehen und loszulaufen. Und das ist so, weil unsere Gewohnheiten ja automatisch ablaufen.

Oft merken wir genau aus diesem Grund viel zu spät, dass wir uns wieder wie gewohnt verhalten. Wir sitzen wieder vor dem Computer, haben wieder die ganze Tüte Chips gekillt oder eine Zigarette angezündet, bevor es uns bewusst wird. Und in dem Moment wo es uns bewusst wird, ist es bereits zu spät; die alte gewohnheitsmäßige Handlung wurde in Gang gesetzt. Der Auslöser war da und dann läuft die Gewohnheit ab, ohne dass wir direkten Zugriff darauf gehabt haben. Sie erinnern sich? Wir haben keinen direkten Zugriff auf die Basalganglien, wo unsere Gewohnheiten gespeichert sind.

Wenn wir also unsere Gewohnheiten loswerden wollen, müssen wir uns zuerst unserer Verhaltensmuster bewusst werden. Denn nur wenn wir uns bewusst machen, warum wir uns jetzt so verhalten, nur dann können wir aktiv eingreifen und unsere Gewohnheit ändern.
Im Klartext heißt das: Sie fühlen sich beispielsweise einsam und wollen wie gewohnt den Computer anschalten. Doch anstatt den Computer anzuschalten, müssen Sie sich darüber bewusst werden, dass das Gefühl Einsamkeit bei Ihnen auslöst, den Computer anzuschalten. Erst mit dieser Bewusstwerdung des alten Verhaltensmusters, können Sie ein neues Verhalten erlernen. Um bei dem Beispiel zu bleiben, könnten Sie beispielsweise stattdessen einen Freund anrufen. Somit hätten Sie die alte Gewohnheit durchbrochen und gegen eine neue Gewohnheit ersetzt.

Bis zur Veröffentlichung des zweiten Teiles, indem es konkret darum geht ungeliebte Gewohnheiten loszuwerden, können Sie jedoch schon einen ersten Schritt unternehmen:

Gewohnheiten erkennen

Wenn wir unliebsame Gewohnheiten loswerden wollen, müssen wir diese zuerst erkennen und auch benennen. Denn wie sollen wir etwas ändern können, wenn wir nicht wissen um was konkret es sich dabei handelt. Manche Ihrer ungeliebten Gewohnheiten werden Ihnen bekannt sein. Aber vielleicht haben Sie auch solche Gewohnheiten, denen Sie sich selbst nicht bewusst sind. Fragen Sie deshalb eine vertraute Person nach unliebsamen Gewohnheiten an Ihnen und wägen Sie dann ab, ob es sich dabei um eine Gewohnheit handelt, die Sie gerne ablegen würden. Die Sicht einer anderer Person kann dabei helfen, Ihnen selbst auf die Spur zu kommen. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie ehrlich wissen wollen, ob Ihr Gegenüber eine Gewohnheit an Ihnen als „schlecht“ bewertet. Denn wenn nicht, wird sich Ihr Gegenüber zweimal überlegen, ob er seine Meinung ehrlich äußern will.

Bewaffnen Sie sich mit einem Stift und Zettel und schreiben Sie auf, welche Gewohnheiten Sie gerne loswerden wollen. Lassen Sie sich ruhig ein paar Tage Zeit für Ihre Liste, denn besonders in Ihrem Alltag versteckt sich vielleicht die ein oder andere unliebsame Gewohnheit, die Sie auf Ihre Liste schreiben können.

Beispiele aus meiner unliebsamen Gewohnheiten Liste

Ich neige leider dazu, am Schreibtisch mit nach vorn gebeugten Rücken zu sitzen.
Auch suche ich öfters mein Telefon, weil ich es nach einem Telefonat nicht immer wieder zurück in die Ladestation stelle. Und eine ganz ungeliebte Gewohnheit ist es, dass ich leider zuviel Kaffee trinke.

Also steht auf meiner Liste:

  • Mit geradem Rücken am Schreibtisch sitzen.
  • Telefon wieder zurück in die Ladestation stellen.
  • Weniger Kaffee trinken.

Wenn Sie Ihre Liste erstellt haben, dann haben Sie Ihren unliebsamen Gewohnheiten einen Namen gegeben. Das ist bereits der erste Schritt, um diese loszuwerden.

Falls es Ihnen nicht leicht fällt, Ihre unliebsamen Gewohnheiten auf die Spur zu kommen, können die folgenden Schritte hilfreich sein.

Schritt 1: Das Problem dingfest machen

Meistens gibt es den einen oder anderen Auslöser für unsere Gewohnheiten. Das kann ein Verlangen nach etwas Bestimmen sein, oder ein aktueller Bedarf. Welcher Auslöser ist es bei Ihnen?

Schritt 2: Die Gewohnheiten unter die Lupe nehmen

Beobachten Sie sich selbst. Wie handeln Sie in bestimmten Situationen? Wie denken Sie über bestimmte Dinge? Schreiben Sie auf, ob Sie bei Ihnen Muster und Gemeinsamkeiten erkennen, die auf eine Gewohnheit hindeuten.

Schritt 3: Die Gewohnheit bewerten

Entscheiden Sie: Welche Verhaltensweisen möchten Sie behalten? Welche nicht?
Fragen Sie sich, was Ihnen gut tut und was Sie gerne beibehalten und stärken möchten.
Und überlegen Sie, womit Sie anderen Schaden zufügen, welche Verhaltensweisen Sie also loswerden oder verändern sollten.

Schritt 4: Die Ursache für die Gewohnheit erkennen

In der Regel hat jede Gewohnheit einen Sinn. Und so wird es irgendetwas geben, was Ihnen die Gewohnheit gibt. Denn sonst hätten Sie sie ja längst über Bord geworfen.
Viele Gewohnheiten sind auch Bestandteil ganzer Abfolgen und Handlungsketten.

Beispielsweise steht die Zigarette, die Sie sich anzünden bevor Sie ans Telefon gehen, nicht für sich alleine. Sie gehört zu einem Set von Abläufen, wie Sie sich in einer bestimmten Situation verhalten.
Versuchen Sie, diese Abfolgen und auch den Nutzen aus Ihren Verhaltensweisen zu erkennen. So erkennen Sie den Sinn, den Ihnen die Gewohnheit gibt.

Schritt 5: Vergleiche mit Idealen

Vielleicht haben Sie ein Ideal vor Augen, wie Sie sich „eigentlich“ verhalten wollen oder wie etwas ablaufen sollte? Doch leider läuft es nicht so? Halten Sie Ihr Selbstbild und das Idealbild übereinander, lassen Sie die Bilder wie dünnes Pergamentpapier überlappen und schauen Sie, ob Sie Unterschiede und somit Ihre Gewohnheiten erkennen.

Schritt 6: Bringen Sie anderen Ihre Gewohnheiten bei

Um wirklich sicher zu gehen, dass Sie unter dem Pergamentpapier die Umrisse Ihrer eigenen Muster erkennen, können Sie einen Trick anwenden: Stellen Sie sich vor, Sie müssten jemand anderen beibringen, genau das zu tun, was Sie auch tun. Sich also beispielsweise jedes Mal, wenn das Telefon läutet, eine Zigarette anzünden.

Wenn Sie genug Selbstkritik besitzen, wird Ihnen nicht nur dieses Verhaltensmuster schreiend ins Auge springen. Sie könnten vielleicht auch zu dem Schluss kommen, das dieses Verhalten nur wenig bis gar keinen Sinn macht und Ihnen eher schadet als nutzt.

Ich wünsche Ihnen viele gute Erkenntnisse, beim Aufspüren Ihrer Gewohnheiten.

♥ lichst, Ihre Claudia Bäumer