Blog-Serie „Stärken stärken“ Nr. 1 – Bescheidenheit aktiv leben

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Heute starte ich mit der ersten Stärke aus der Blog-Serie Stärken stärken. Zugegeben, diese Charakterstärke steht bei mir im Ergebnis des Reflexionsbogens nicht weit vorne. Und sofort fiel mir der Spruch ein: „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter komme ich ohne ihr.“

 

Bei Wikipedia findet man folgende Definition zu Bescheidenheit:

„Bescheidenheit, auch Genügsamkeit, ist eine Verhaltensweise von Menschen, wenig von etwas für sich zu beanspruchen, selbst dann, wenn die Möglichkeit der Vorteilnahme bestehe; sie bedeutet auch, zugunsten anderer auf etwas zu verzichten.“

Ich habe überlegt, was einen bescheidenen Menschen ausmacht. Das ist beispielsweise folgendes:

  • Ein bescheidener Mensch kann bei Gesprächen ruhig und aufmerksam zuhören.
    Er unterbricht niemanden, sondern hält sich zurück und beobachtet genau. Und dann sagt er etwas, was bereits wohl durchdacht ist. Oder er fasst zusammen und stellt Fragen, die das Gespräch vertiefen oder in eine sinnvolle Richtung lenken. Ein bescheidener Mensch ist also wertschätzend, hat Gemeinschaftssinn und wirkt strukturgebend.
  • Überhaupt ist ein bescheidener Mensch sehr bedacht und eher vernünftig. Klar kann er auch mal über die Stränge schlagen, doch bei wichtigen Dingen überlegt er genau, wie er etwas angeht. Und was er angeht, macht er gescheit und ohne viel Aufheben.
  • Über andere spricht ein bescheidener Mensch nie negativ. Er respektiert Menschen und verehrt sie aufrichtig. – Er ist also ohne Neid und Lästerei.
  • Ein bescheidener Mensch fördert andere, kann sich zurücknehmen und muss nicht in erster Reihe stehen. Er stellt die Leistungen anderer in den Vordergrund und freut sich daran.

Wow, alles wertvolle Verhaltensweisen. Doch Bescheidenheit bedeutet nicht, dass man nicht auch Karriere machen kann oder seine Chancen verpasst.

staerke bescheidenheit - in balance leben coaching blog

Die Knospe einer schönen Rose so bescheiden.

Was ist also Bescheidenheit genau?

Bescheidenheit kann sich in sehr vielen Lebensbereichen unterschiedlich ausdrücken. In der Positiven Psychologie definiert man einen bescheidenen Menschen als jemanden, der nicht danach strebt im Rampenlicht zu stehen. Vielmehr bevorzugt er es, seine Leistungen für sich sprechen zu lassen. Er sieht sich nicht als etwas Besonderes an. Andere Menschen bemerken und schätzen seine Bescheidenheit.

Bescheidenheit im Arbeitsleben

Für Bescheidenheit im Arbeitsleben rät die Positive Psychologie, sich für nachhaltige Lebenszufriedenheit eine Arbeit zu suchen, bei der man seine Signaturstärken jeden Tag nutzt. Sofort fallen mir Krankenschwestern oder Altenpfleger ein, also Berufe im Gesundheitswesen. Und natürlich Nonne oder Pfarrer, also Tätigkeiten mit spiritueller Ausrichtung.

Und doch gibt es nicht nur den scheinbaren Klassiker eines bescheidenen Menschen. Vielmehr kommt es sicher auch auf das Umfeld und natürlich auf die weiteren Stärken und persönlichen Interessen an.

Auch Coachs brauchen Bescheidenheit, denn hier geht es ja maßgeblich darum, andere zu eigenen Ideen und Lösungen zu bringen. Da ist Zurückhaltung gefragt und es geht überhaupt nicht um einen selbst.

Dienstleister verschiedenster Branchen, brauchen im Grunde ebenfalls Bescheidenheit.  Mitarbeiter aus der Presse beispielsweise, die eher im Hintergrund tätig sind, unterstützen ihr Unternehmen und andere Personen dabei, in den Fokus der Öffentlichkeit zu kommen. Dafür müssen sie selbst nicht ins Rampenlicht, sondern schaffen die nötigen Rahmenbedingungen und knüpfen im Hintergrund die Fäden für den Erfolg der Menschen, welche präsentieren und interviewen.

Bescheidenheit in anderen Lebensbereichen

Doch das Leben hat ja noch weitaus mehr Bereiche als die Arbeit und es gilt, seine Signaturstärken auch in diesen zu leben, um glücklich zu sein.

Hilfsbereitschaft und Menschenliebe gehen sehr oft mit Bescheidenheit einher und beides lässt sich auch im Privatleben sehr gut umsetzen. Mein Partner beispielsweise, hat mich intensiv auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt und hat immer ein offenes Ohr für mich. Und nicht selten wirkt er klärend auf meinen wild-kreativen Geist.

Vielleicht machen Sie Bescheidenheit und das, was Sie damit verbinden und Ihnen wichtig ist, auch zu einem Blogthema und teilen Ihre Ansichten mit der Welt. Oder Sie verzichten gerne mal zugunsten Ihres Patenkindes – oder einer anderen Person – auf etwas, was Sie am Wochenende tun wollten. Vielleicht überlassen Sie auch freudigen Herzens jemandem die Ehrung für einen gemeinsam erreichten Erfolg.

Wichtig ist, dass Sie diese Aktivitäten erfreuen. Und oft sind es vor allem die vielen kleinen Dinge, die man sich täglich bewusst in sein Leben einladen kann, die die Stärken zum Einsatz bringen und das eigene Leben bereichern.

Vor allem ist es wichtig, dass Sie sich darüber im Klaren sind, was „Bescheidenheit“ für Sie bedeutet und welche Verhaltensweisen Sie damit verbinden.

Wie Sie generell vorgehen, wenn Sie Ihre Signaturstärken im Alltag vermehrt integrieren möchten, lesen Sie in meinem Blogartikel Aktiv Stärken stärken. Zum Abschluss finden Sie konkrete Reflexionsfragen zum Thema Bescheidenheit.

Reflexionsfragen bezüglich der Signaturstärke „Bescheidenheit“

Wenn Sie „Bescheidenheit“ unter Ihren ersten fünf Signaturstärken haben, sind die folgenden Fragen zur Klärung und Vertiefung für Sie interessant:

  • Was bedeutet Bescheidenheit für mich?
  • In welchen konkreten Situationen verhalte oder empfinde ich mich als bescheiden?
  • Welche positiven Eigenschaften gehen mit meiner Bescheidenheit einher?
  • Welche negativen Gefühle habe ich möglicherweise hinsichtlich meiner Bescheidenheit? Wo liegen hier dennoch Vorteile für mich?
  • Was ermöglicht mir meine Bescheidenheit?
  • Bieten mir mein derzeitiger Beruf, mit seinen täglichen Aufgaben und Anforderungen, ein für mich ausreichendes Maß an Bescheidenheit? – Wenn nicht: Was kann ich tun oder anpassen, um es für mich stimmig zu verändern? (Hier geht es nicht gleich um Revolutionen; oft sind es nur kleine Stellschrauben an denen wir drehen müssen, um etwas zum Positiven zu verändern.)
  • Wie kann ich Bescheidenheit in Kombination mit meinen anderen Signaturstärken und meinen Interessen verbinden und in mein Leben integrieren?
  • Bieten mir mein Privatleben und meine Freizeitaktivitäten aktuell ein für mich stimmiges Maß an Bescheidenheit? – Wenn nicht: Was kann ich tun, damit es so wird?
  • Gibt es konkrete Schritte, die ich nun diesbezüglich angehen möchte?

 Und so geht es weiter:

Nächste Woche stelle ich Ihnen aus der Blog Serie „Stärken stärken“, die Stärke Selbstregulation vor mit wertvollen Tipps, wie Sie diese Stärke in den Alltag integrieren können.

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Falls Sie noch nicht die Gelegenheit hatten, Ihre Stärken anhand des Reflexionsbogens herauszufinden, können Sie dies nachholen. HIER geht`s zum Startschuss Beitrag der Blog Serie „Stärken Stärken“ mit dem Reflexionsbogen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Reflektieren!

Herzlichst, Ihre Claudia Bäumer

P.S.: Eine Inhaltsübersicht der Blog-Serie “Stärken stärken”, gibt es HIER.

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