Hirnlahm & Verquer

hirnlahm_verquer

Heute morgen war ich hirnlahm und verquer.
Nach ein paar sehr anstrengenden Tagen und einem
buntgefüllten Wochenende, saß ich geschafft und unlustig an meinem Schreibtisch und nichts wollte so richtig gelingen.

Zum Glück hatte ich erst später Kliententermine, aber bis dahin mussten Körper und Geist ja wieder zu 100% „einsatzbereit“ sein. Was also tun?

In diesen Momenten hilft es mir, wenn ich bedingungslos die Handbremse anziehe, zur Besinnung komme und das Tue, was mir trotzdem von der Hand geht.

Das schreibt sich jetzt leichter, als es in der Umsetzung wirklich ist. Wohlwissend das es solche schlappen Tage gibt, habe ich trotzdem erstmal auf Biegen und
Brechen versucht, wenigstens einen Teil der Büroarbeit zu erledigen. Und so schlichtweg meine Zeit verschwendet! An solchen Tagen machen bestimmte
knochentrockene Arbeiten einfach keinen Sinn.

Zur Besinnung kommen

Irgendwann heute Morgen habe ich akzeptiert, dass ich SO nicht produktiv
arbeiten kann. Also habe ich meine Pläne über Bord geworfen und einen
Spaziergang mit meinem Hund gemacht. Nicht nur meiner kleinen Fellnase tat die außerplanmäßige Runde im Wald gut, sondern auch mir. Erfrischt und mit neuem Elan, habe ich mich dann an meinen Schreibtisch gesetzt und die notwendige
Büroarbeit erledigt, die mir nun auch gut von der Hand ging.

Geht es Ihnen auch manchmal so?

Dann möchte ich Ihnen meine Vorgehensweisen als Anregung verraten, wie ich wieder „zur Besinnung komme“ und an solchen Verquer-Tagen doch noch was schaffen kann:

Anregungen zum Durchlüften von Körper & Geist

Natürlich ist es nicht immer und überall möglich, einfach seinen Tagesplan über den Haufen zu schmeißen und spontan einen Spaziergang zu machen. Das kann ich auch nur, wenn ich Bürozeit habe und ich in der nächsten Stunde keinen
Klienten erwarte. Dennoch lassen sich in jedem Job kleine Besinnungspausen
schaffen.

Palmieren

Palmieren kommt aus dem Augentraining und ist eine Selbsthilfemethode, um die Sehkraft zu verbessern. In dieser Übung wirkt Palmieren wohltuend bei gestressten Augen und Kopfweh. Wer also oft vorm Computer sitzt oder über einen langen
Zeitraum konzentriert auf etwas schauen musste, wird  Gefallen an dieser
Entspannungstechnik finden. Und so funktioniert Palmieren:
Lehnen Sie sich bequem zurück. Reiben Sie beide Handinnenflächen schnell
aneinander, so dass sie warm werden. Legen Sie dann die leicht gewölbten Hand-
innenseiten über Ihre geschlossenen Lider.
Keinen Druck ausüben, einfach auflegen. Verweilen Sie so für 1 – 5 Minuten.
Das entspannt nicht nur Ihre Augen, sondern auch Ihren Geist.

Bewegung

Stehen Sie auf und strecken Sie sich. Beugen Sie Ihren Oberkörper nach vorne und lassen Sie Kopf und Arme entspannt baumeln. Das durchblutet ordentlich und regt zudem an.
Wenn Sie mehr Zeit oder Freiraum haben, können Sie auch walken oder joggen
gehen – ein genüsslicher Spaziergang hat den gleichen Effekt – oder jede andere Form von Sport treiben.

Frischluft tanken

Für Eilige: Fenster ganz weit öffnen und bewusst tief atmen. Wenn Sie etwas mehr Zeit haben, können Sie für 10 Minuten um den Block gehen.

Entspannen

Bringen Sie Ihre angebrochene Arbeit aus dem Blickfeld und lehnen Sie sich ganz entspannt zurück. Trinken Sie dabei eine Tasse Kaffee oder Tee und hören Sie vor
allem auf, weiter zu überlegen, was Sie als nächstes machen. Kopf frei kriegen und auftanken ist das Ziel dieser Übung. Wenn es Ihnen möglich ist, können Sie auch für ein paar Minuten die Augen zumachen.

Besinn-Reize setzen

Alles, was die Sinne zur Konzentration anregt, hilft. Sie können beispielsweise ein kaltes, nasses Tuch abwechselnd auf Stirn und Nacken legen – Handtücher und Kühlschränke gibt`s überall. Oder Sie kaufen sich in der Drogerie einen kleinen
Aroma-Roll-on mit belebender Wirkung und tragen die duftende Flüssigkeit auf
Ihre Schläfen und an der Innenseite der Handgelenke auf. Übrigens verhelfen eine Vielzahl an Düften und ätherischen Ölen zu mehr Klarheit, wie beispielsweise
Minze oder Zitrone. Einfach dran schnuppern oder ein paar Tropfen davon in eine Aroma-Lampe geben. Und wenn es geht, dann können Sie eine erfrischende Dusche nehmen und sich anschließend schön kalt abbrausen.

Wie Sie an Verquer-Tagen trotzdem noch was schaffen

Manchmal bringt all das dennoch nicht die volle Leistungsfähigkeit zurück.
Damit Sie trotzdem noch was auf die Reihe bekommen, können Sie folgendes
versuchen:

Nachsicht walten lassen

Akzeptieren Sie, dass Sie heute nicht so leistungsstark sind wie Sie sein möchten und verurteilen Sie sich nicht dafür, denn das raubt Ihnen noch mehr Energie.

Sagen Sie „es“

Wenn Sie mit anderen zusammenarbeiten und heute eben mal längere Reaktionszeiten haben, können Sie genau das auch sagen. Jeder kennt solche Tage und hat sie bestimmt selbst schon mal erlebt. Wenn Sie augenzwinkernd kurz sagen was los ist, werden Sie Rücksichtnahme erfahren und können meist noch gemeinsam darüber lachen.

Dinge tun, die trotzdem von der Hand gehen

Wenn Sie es sich erlauben können, dann ändern Sie Ihren Tagesplan und erledigen eher Routinesachen. Für mich gehört dazu beispielsweise Postsortierkram oder endlich den „Unwichtig-Ordner“ im Mailprogramm entmisten.

Bewusst langsamer sein

Schalten Sie ein bis zwei Gänge zurück und legen Sie öfters kleine Pausen ein.
Achten Sie darauf, dass Sie sich gut behandeln, also genug trinken (möglichst
jedoch keinen übermäßigen Genuss von Kaffee oder schwarzen Tee), leichte Kost zu sich nehmen und immer mal wieder frische Luft tanken.

Große Brocken in Mini-Schrittchen einteilen und abarbeiten

Zerlegen Sie größere Aufgaben in kleine Mini-Teilchen. Schreiben Sie diese Mini To-Do`s auf und arbeiten Sie eins nach dem anderen ab. Klopfen Sie sich nach jedem Erfolg real oder mental auf die Schulter. Atmen Sie durch und machen Sie mit dem nächsten weiter.

Richtungsgebende Selbstgespräche führen

Ja, Sie haben richtig gelesen: Führen Sie mit sich einen Dialog. Statt sich zu
verurteilen hilft es, sich liebevoll an die Hand zu nehmen und jedes Tun mit
Schritt-für-Schritt Arbeitsanweisungen zu kommentieren. „Jetzt öffne ich Excel“ – und Sie tun es dabei.
„Jetzt speichere ich das Dokument ab“ – und Sie machen genau das. Diese Art der freundlichen Selbststeuerung hilft dabei, sich nicht zu verzetteln. Sie denken ich wäre übergeschnappt? Probieren Sie es aus!

Und irgendwann geht so ein hirnlahmer und verquerter Tag auch einmal zu Ende.

Und Sie?

Was sind Ihre Bewältigungs-Strategien an solchen Tagen? Lassen Sie mich
teilhaben und schreiben Sie sie mir. Ich freue mich darauf!

Alles Liebe, Ihre Claudia Bäumer

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