Wissens-Quickie: Woher kommen unsere Gewohnheiten?

Woher kommen unsere Gewohnheiten

Zuviel Kaffee trinken. Zu lange am Computer sitzen. Jeden Abend eine Tüte Chips vernichten. Die Schuhe an der Haustüre ausziehen. Sonntags gemeinsames Familienfrühstück. Meditieren zum Stressabbau…
Das alles sind Gewohnheiten, sowohl gute als auch schlechte Gewohnheiten. Unser Leben ist geprägt von Gewohnheiten, die so individuell sind, wie jeder einzelne Mensch selbst.

Doch woher kommen überhaupt unsere Gewohnheiten, wer bringt sie uns bei und von woher erfahren wir sie? Das möchte ich in diesem kleinen Wissens-Quickie erklären.

Was sind Gewohnheiten und wie entstehen sie?

Gewohnheiten sind bestimmte Handlungen, die wir immer und immer wieder ausführen, also eine Routine hinein bringen. Im Coaching und in der Hypnotherapie nennen wir Gewohnheiten auch wiederkehrende Verhaltensmuster, die oft automatisiert ablaufen, damit wir während der Ausführung noch Kapazität für andere Dinge haben.

Ein Beispiel hierfür kennen Fahranfänger sehr gut: Anfangs erscheinen die Abläufe des Autofahrens noch sehr komplex und der Geist ist ausschließlich mit den einzelnen Schritten Schulterblick, blinken, kuppeln, Gang wechseln… beschäftigt. Der Geist hat keine weiteren Kapazitäten zur Verfügung, um beispielsweise das Radio zu bedienen oder über die Einkäufe nachzudenken. Mit der Zeit des regelmäßigen Autofahrens, werden diese Abläufe zur Gewohnheit und es werden Geisteskapazitäten frei, um mit dem Beifahrer zu reden, oder die Natur um sich herum zu genießen, was als Fahranfänger unmöglich war.

Gewohnheiten entstehen also dadurch, dass wir sie immer und immer wieder ausführen, bis eine Routine entsteht.

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Verschiedene Arten von Gewohnheiten

Gewohnheiten unterscheiden sich durch Denk-, Gefühls- und Verhaltensgewohnheiten.

Zu den Denkgewohnheiten gehört beispielsweise:

  • Was man als gut oder schlecht bewertet.
  • Ob man Ablehnung als schlimm betrachtet.
  • Ab wann man etwas als unordentlich ansieht.
  • Ob man Pünktlichkeit für wichtig hält.
  • Wie man sich selbst sieht.

Zu den Gefühlsgewohnheiten gehört beispielsweise:

  • Ob man schnell ärgerlich wird.
  • Ob und wann man sich gekränkt fühlt.
  • Wann man Angst empfindet.
  • Ob man sich minderwertig fühlt, wenn man z.B. einen Fehler gemacht hat.

Zu den Verhaltensgewohnheiten gehört beispielsweise:

  • Ob man raucht, zuviel isst, Nägel kaut.
  • Ob man ordentlich ist.
  • Ob man beim Reden verlegen an den Haaren spielt, beim Sitzen die Beine übereinanderschlägt …
  • Wie stark man das Essen würzt, ob man Zucker in den Kaffee nimmt, wie häufig man kaut bevor man schluckt …

Rituale, beispielsweise den Kindern eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen oder mit dem Partner vor dem Einschlafen kuscheln, sind ebenfalls Gewohnheiten. Jedoch wunderschöne.

Gute Gewohnheiten sind für uns lebensnotwendig, weil sie uns helfen im Alltag klar zu kommen, Zeit und Energie zu sparen und neue Ressourcen freizumachen.
Schlechte Gewohnheiten hingegen empfinden wir im ersten Moment noch als angenehm, bringen jedoch auch Nachteile mit sich.

Gute und schlechte Gewohnheiten

Gute Gewohnheiten verschaffen uns Lust und Vergnügen, bringen Entspannung oder Ablenkung und setzen ein gutes Gefühl bei uns frei. Eine sehr schöne und gute Gewohnheit ist es beispielsweise, nach einem anstrengenden Tag zur Entspannung zu meditieren oder eine kleine Runde durch die Natur zu laufen. Gute Gewohnheiten geben unserem Leben ein Gerüst.

Schlechte Gewohnheiten leider auch und langfristig gesehen, bringen sie uns mehr Nachteile als Vorteile. Wir verschaffen uns durch schlechte Gewohnheiten zwar kurzfristig gute Gefühle, langfristig gesehen jedoch, schaden sie uns. Beispielsweise aus Langeweile oder Frust eine Tüte Chips zu vernichten, verschafft uns kurzfristig ein gutes Gefühl. Langfristig jedoch, führt es zu Übergewicht.

Zu den schlechten Gewohnheiten gehört auch die Aufschieberitis. Bestimmte Tätigkeiten immer wieder aufzuschieben, bringt uns kurzfristig Erleichterung. Langfristig jedoch haben wir durch die Aufschieberei viele Nachteile.

In meinem nächsten Beitrag wird es darum gehen, warum wir alte Gewohnheiten so schlecht ablegen können und wie wir es doch schaffen können, den Gewohnheiten ein Schnippchen zu schlagen.

Wie sieht es mit Ihren Gewohnheiten aus?

Überwiegen die guten Gewohnheiten oder eher die schlechten? Oder halten sich gute und schlechte Gewohnheiten in der Waage? Welche alten Gewohnheiten würden Sie am liebsten aufgeben und an welchen Gewohnheiten halten Sie fest?

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, warum es gar nicht so einfach ist, unliebsame Gewohnheiten wieder loswerden, dann lesen Sie den Beitrag Warum wir unliebsame Gewohnheiten nicht so einfach loswerden.

Ich freue mich auf Ihr Feedback und wünsche Ihnen eine schöne Zeit, geprägt von guten Gewohnheiten!

♥ lichst, Ihre Claudia Bäumer

 

 

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